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Herford, 23.September 2008
Historische Bierauslieferung mit Traditionsgespann

Stilecht mit vier PS Herforder Brauerei liefert Bier wie vor 130 Jahren.

Bierauslieferung wie vor 130 Jahren: Anlässlich des runden Geburtstages von Herforder Pils bringt die Herforder Brauerei den Gerstensaft noch einmal wie zu guten alten Zeiten in die Gaststuben. Das Traditionsgespann der Brauerei rollt am 27. September 2008 ab 16 Uhr bei drei Gaststätten in der Herforder Innenstadt vor. Besucht werden die Gaststätte Föge am Alten Markt, die Restaurant-Gaststätte Stadt Cöln in der Bügelstraße sowie der Ratskeller am Rathausplatz.

Krönender Höhepunkt in jeder Lokalität sind das symbolträchtige Anstechen des Holzfasses und ein fröhlicher Umtrunk mit den anwesenden Gästen. Das prächtige Traditionsgespann der Herforder Brauerei ist die Attraktion auf Brauchtumsfesten, bei Reit- und Fahrturnieren oder bei Gastronomie-Jubiläen in Ostwestfalen-Lippe. Vier süddeutsche Kaltblüter ziehen den fünf Tonnen schweren Fasswagen mit den 40 Eichenfässern.
Auf den Bock sitzt seit über 14 Jahren Ulrich Kell: Der Landwirtschaftsmeister und Gespann-Fahrlehrer aus Steinhagen hat mit „Olli“, „Seppel“ und Co. insgesamt sieben der rund 800 Kilo schweren Rösser in seiner Obhut. „Es sind nur wenige deutsche Brauereien, die die Tradition der historischen Bierauslieferung aufrechterhalten“, weiß Eventmanager Peter Lohmeyer. Die Herforder Brauerei gehört dazu. „Wir wollen damit unsere Verbundenheit mit der Region zum Ausdruck bringen und ein sichtbares Bekenntnis zur traditionellen Braukunst ablegen.“ Bis zum Jahr 1911, als die Herforder Brauerei den ersten Lastwagen anschaffte, brachten bis zu 30 doppelspännige Pferdefuhrwerke das Bier zu den Gasthäusern oder zur nächsten Bahnstation. Nicht von ungefähr gilt die massige Statur von Brauereipferden als sprichwörtlich – nur die kräftigsten Tiere kamen für diese harte Arbeit in Frage. In der Folge wichen die Pferde allmählich den schnelleren und zuverlässigeren Lkw. Die schweren Fuhrwerke waren mit ihrem gemächlichen Tempo zu einem Hindernis im zunehmenden Autoverkehr geworden. Wenn die Süddeutschen Kaltblüter nicht vor dem Herforder Traditionsgespann im Einsatz sind, tummeln sie sich auf der Weide von Ulrich Kell, werden geritten oder bei Fahrturnieren eingesetzt. „Wir heimsen so manchen Preis ein“, verkündet der Gespannführer nicht ohne Stolz. „Zuletzt haben wir den zweiten Platz in Ostenfelde belegt.“

Text und Foto in Druckqualität zum Download auf www.herforder.de/presse


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